Portwein, die berümte Kachelkunst (Azulejo) und Pastei de nata (leckere Blätterteigtörtchen mit Puddingfüllung). Diese wundervoll klingenden Wörter, die mir noch etwas unbekannt waren, wollten erkundet werden. Daher musste frischer Wind her und der sollte aus Portugal kommen. Bisher verknüpfte ich Portugal nur mit Massentourismus an der Algarve, doch kennen lernen wollte ich dieses Land der künstlerischen Fassaden und grafischen Motive der Häuser kennen lernen. Geplant wurde von uns ein Roadtrip, der uns 7 Tage durch diese Geheimnisse führen sollte.

Über unsere Kosten werde ich am Ende in der Infobox noch einmal näher darauf eingehen.

Erfahren  haben wir auf unserem Trip, dass Mensch und Tier eine intensive Beziehung im Miteinander leben haben können, dass das fremd-navigieren auf Serpentinen Strassen auch nachts super funktioniert (Danke Boris ;)) und der Portwein Anbau eine Haupt-Investitionsquelle in Portugal ist.

In Frankfurt durften wir zunächst einmal nicht starten, denn Porto meldete 14 Grad an diesem Morgen und starken Nebel. So mussten wir warten, bis die europäische Flugsicherung in Brüssel ihr go dazu gab. Alles in allem waren es dann doch nur 20 Minuten, bis wir nach Porto abdüsen konnten.

Insgesamt haben wir 1500 km  in 7 Tagen zurückgelegt.

 

 

 

PORTO STADT

 

Porto befindet sich in der der nördlichen Region und ist die zweitgrößte Stadt Portugals (238000 Einw.) Manche sagen, sie stehe im Schatten vom schönen Lissabon, doch Portos flüssiges Gold ist der Portwein. Zunächst wirkt die Stadt etwas morbid, aber auch gleichzeitig verspielt. Doch ich persönlich finde, es lohnt sich viel Zeit für Porto zu nehmen, um diese Metropole zu inspizieren. Seit 1996 darf PORTOS Historische Altstadt zum UNESCO Weltkulturerbe gehören. Die bunten Häuserfronten dominieren das steile rechte Mündungsufer des Rio Douro, der von 6 Brücken überspannt ist. Eine davon ist die größte Fachwerk-Hängebrücke (PONTE DOM LUIS), mit dieser sich Gustav Eifel hier verewigt hat. Sie verbindet die Stadtteile Ribeira und Cais de Gaia. Muss man unbedingt mal hin, drüber laufen und die geniale Aussicht von oben bestaunen.
Ein weiterer Anziehungspunkt ist Portos Hauptbahnhof (PORTO SAO BENTO), der berechtigt und frech seine tollen Kachelbilder zeigt.
UNBEDINGT, sollte auch noch eine Besuch einer der vielen Portweinkellereinen auf eurer Liste stehen und natürlich ein anschließendes Tasting.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

DAS DOUROTAL

 

Gleich hinter Porto beginnt das Dourotal. Die Weiterfahrt geht über die steile ,,Rota do Romanico,, eine steile Serpentinenstrasse durch das angrenzende Dourotal nach Lamego. (Was mein umgestülpter Magen bestätigen kann) Die Landschaft wirkt sehr idyllisch und die terrassenartig angelegten Schieferhänge umschmiegen den Douro. Die Gegend ist sehr vielfältig und immer wieder wechseln wir über Brücken die Uferseite des Flusses, an der wir entlangfahren. Alles wirkt sehr mediteran und selbst der Farn wächst hier oben wie irre. Woraus man schließen kann, durch nächtlichen Nebel, ist die Luftfeuchtigkeit hier sehr hoch.

 

 

 

(Entfernung Porto Richtung Lamego 130km)

 

 

LAMEGO

 

Lamego ist ein Wallfahrtsort und Sitz eines katholischen Bistums. Ebenfalls ist es UNESCO Weltkulturerbe wie Porto. Eine Attraktion hier ist eine Rokokokapelle, (Nossa Senhora dos Remedios) die sich auf einer Anhöhe befindet. Wer genug Puste hat, kann eine 613-stufige Doppeltreppe hinaufsteigen.

 

 

(Entfernung Lamego Richtung Coimbra 150km)

 

COIMBRA

 

Coimbra ist die älteste Universitätsstadt in Portugal und besitzt dazu noch ein besonders schönes, romanisches Bauwerk. Die Kathedrale SE VELHA. Ebenfalls sehr sehenswert und ein barockes Prachtstück ist die Bibliothek mit ihren bemalten Decken. Ein lustiger Anziehungspunkt in dieser Kleinstadt sind die grünen, laufenden Ampelmännchen, an der Fußgängerampel.

 

 

 

 

 

(Entfernung Coimbra Richtung Aveiro / Costa Nova 60km)

 

 

AVEIRO

 

Aveiro, dass am Canal Central liegt, nennt man das Venedig Portugals. Bunte Algenfischerboote die man auch (Barcos moliceiros) nennt, schippern Touristen entlang der Lagune von Ufer zu Ufer. Die Boote sehen ein wenig aus wie Venedigs Gondeln.

Ein Katzensprung von Aveiro empfiehlt es sich, COSTA NOVA einen Besuch abzustatten. Ein Meeresbad mit bunt gestreiften Fischerhäusern, das wie ein ganz besonders Outfit wirkt. Allerdings im August zur Hauptferienzeit nicht zu empfehlen. Badenixen strömen in Massen über die Promenade.

Wir suchen das Weite und düsen nach Aveiro, wo wir im Hotel MOLICEIRO ein schönes gemütliches Zimmer buchen.

 

 

 

 

 

 

 

UNBEDINGT beachten: Kein Zimmer zur Hintergasse buchen. Die Clubs und Kneipen schließen morgens um 6.00. Also Nachtruhe geht anders.

 

(Entfernung Aveiro Richtung Lagos 407 km)( Lagos’ Richtung Grandola/Monique Finca 122km)

 

 

LAGOS’

 

Dieser Ritt runter zur Algarve zieht sich wirklich extrem. Am frühen Abend, es dämmerte schon, kommen wir in Lagos’ an und haben immer noch keine Unterkunft gefunden. Es erweist sich als sehr schwierig, denn die Algarve ist zur Hauptferienzeit vollends ausgebucht. Über booking.com versuche ich ein Hotelzimmer zu buchen. Vergeblich! Wir fahren direkt zum Hotel um persönlich nachzufragen. Es wurde uns beim 3. Anlauf ein Kellerzimmer mit Minibad angeboten. 130 Euro! Na super!!!

Wir flüchten und entscheiden uns am Strand im Auto zu schlafen. Kann ja sehr abenteuerlich sein. Entschließen uns aber dann doch weiterzufahren, denn plötzlich haben wir einen Heimnavigator… Danke Boris!! Er checkte für uns eine tolle Finca VINHA DO GAIO. Sie befindet sich in Monique. Wir checken dort um 22.00 ein und dürfen auch zwei Nächte bleiben. Dieses Schmuckstückchen befindet sich mitten in duftendem Rosmarin und Thymianhecken mit einem herrlichen Ausblick über das Gebiet. GEHEIMTIPP!

 

 

 

 

 

 

Auf dem Gelände der Finca geht es sehr ländlich zu. Mensch und Tier sagen sich hier GUTE NACHT. Das Besitzer Ehepaar lebt hier mit einem Esel Pärchen Emma und Jeronimo, Schafen, Ziegen, einem Hund Luna und Katzen ganz eng zusammen. Lebensmittel, die hier regional gedeihen können werden hier angebaut.

 

Von ,,Jeronimo,, haben wir uns persönlich vor unserer Weiterfahrt verabschiedet. So ein süßer Kerl ;)))

 

( Entfernung Grandola Ferry Richtunf Almada 111km)

 

In Grandola müssen wir auf die Fähre um überzusetzen.

 

 

In CARVAHAL Richtung Lissabon, machten wir einen kurzen Coffe Stop. Wir aßen leckere Pastel de Nada ( mit Kokos und Marzipan) mein Driver besorgte uns noch für unterwegs Meat Croquettes und Shrimps Croquettes. Besonders sehenswert hier am outlook: Störche, die hier auf jeder Strassenlaterne ein Nest gebaut haben.

 

 

 

ALMADA

 

Wir sind angekommen. Von hier aus sind es nur noch 14 km bis LISSABON Stadt.

 

LISSABON

 

Lissabon ist eine verrückte Stadt gerade richtig für Gypsies, mit vielen dazu passenden Viertel. Da uns nur genau 1,5 Tage zum Sightseeing bleiben, entschließen wir uns für ein Turbo Programm. Lissabon hat ca 505.000 Einwohner und liegt an der Flussmündung des Tejo. An allen Ecken hast Du die Möglichkeit ein Tuk Tuk zu mieten, welches Dich, mit einem exzellenten Stadführer durch Lissabon im Schnelldurchlauf kutschiert. Dauer etwa 2 Stunden für 80 Euro. Zwar etwas teuer, erscheint uns aber sinnvoll, bei wenig Zeit um soviel wie möglich zu sehen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ein kunstvoll gestalteter Aufzug (ELEVADOR SANTA JUSTA)mitten in Lissabon, der die Stadtteile Baixa mit Chiado und Bairro Alto verbindet, ist als wunderbares Eisenwunder zu bestaunen. Der Turm ragt 45 Meter in die Höhe und ziert sich im gotischen Stil. Die Altstadt besticht auch hier, durch ihre Fliesenfassaden und ihre  mittelalterlichen  engen Gassen. Teilweise halten wir echt die Luft an…. ob das Tuk Tuk hier hindurch passt. Es passte!!! Denn Miguel unser Driver kannte sich ja aus ;)))

 

Eine weitere interessante Tour ist ein Spaziergang am Tejo von ca 1,5 Stunden. Man beginnt am Torre de BELEM, der seit 1983 ebenfalls zum UNESCO Weltkulturerbe gehört. Der Weg führt weiter zum PADRAO DOS DESCOBRIMENTOS. Das Denkmal der Entdeckungen von Portugal. Es zeigt 33 wichtige Persönlichkeiten des Mittelalters.

 

 

 

 

 

Ein weiterer futuristischer Bau hier am Tejo Ufer ist das MAAT. Das Museum für Art, Architektur und Technologie. Geöffnet wurde es 2016.

Das Highlight am Ende der Excursion ist die Brücke PONTE 25 DE ABRIL. Die Länge beträgt 2200Meter und verbindet die Stadtteile Alcantara und Almada.

 

 

 

(Entfernung Lissabon Richtung Ericeira 53 km)

 

ERICEIRA

 

Am Ende unserer Portugal Reise, inspizieren wir noch einmal kurz die Westküste. Ericeira liegt etwa 35 Kilometer hinter Lissabon. Dieser charmante Fischerort hat weitaus mehr zu bieten. Steilküsten mit tosender Brandung, atemberaubende Surf Strände locken hier das ganze Jahr Surfer an diese Küste. Das Örtchen selbst besitzt Bars, Cafes und gemütliche Restaurants und ist im Sommer ein beliebtes Reiseziel.

 

 

 

FAZIT unseres Roadtrips durch Portugal

Portugal ist ein sehr gastfreundliches Land und wir wurden in Hotels, Ferienwohnungen und Restaurants immer herzlich empfangen. Allerdings haben viele Portugiesen zur Zeit der Finanzkrise, ihre ohnehin schon ärmliche Existenz verloren. Davor haben unzählige ganz große Angst, das nochmals erleben zu müssen. Ich hoffe, dass der Tourismus für Portugal sauber und fair verläuft und viele ihre Jobs weiter führen können und niemals ihre Herzlichkeit verlieren, die kaum zu übertrumpfen ist. Wir kommen sehr gerne wieder.

ADEUS!  Nach Portugal und DANKE liebe Foxy, dass Du uns sicher über die Piste gelenkt hast!

 

INFOBOX:

 

  • Flüge haben wir auf der Seite Lufthansa.com gebucht. Preis pro Person 310 Euro.
  • Unsere Unterkünfte vor der Reise wurden alle bei Airbnb gebucht.
  • Lissabon für 2 Übernachtungen 181,65 Euro
  • Porto für 2 Übernachtungen 157,00 Euro
  • Einen Mietwagen haben wir ebenfalls vor der Reise in Deutschland bei SIXT gebucht. Preis für 7 Tage 315,00 Euro

 

 

 

Stockholm ist im Frühling ein schönes Reiseziel. Die eindrucksvolle Hauptstadt Schwedens, breitet sich insgesamt über 14 Inseln aus. Man sagt auch dazu ,, Das Venedig des Nordens,, Dazu liest man häufig, dass die Schweden sehr relaxed und empathisch ihren Mitmenschen gegenüber sind. Das klingt sehr ansprechend und machte uns neugierig, das unbedingt herauszufinden, welches Geheimnis sich dahinter verbirgt. In diesem Zusammenhang gibt es noch einen besonderen Menschen, der als Deutscher schon lange, genau genommen 25 Jahre hier in Schweden lebt und genau weiß, wie die locals hier so ticken und uns viele Tipps über das Land und die Gegebenheiten mitteilen kann. Das ist Horst, unser persönlicher Guide. Er ist ein guter Kumpel meiner Freundin Michaela, er weiß wo es lang geht und hat sich die kompletten 4 Tage unseres Aufenthaltes Zeit genommen, uns seine Stadt zu zeigen.­

View to Grand Hotel

Schon während des Landeanfluges auf Stockholm, präsentieren sich die klitzekleinen Inseln prächtig unter uns. Bei ca 10.000 habe ich aufgehört zu zählen, hahaha! Es sind einfach zu viele. Um genau zu sagen 30.000. Die Ankunft auf dem airport Arlanda verläuft sanft und weich und macht schon mal den besten Eindruck vom Land der Schweden.

Seit einiger Zeit verreisen wir nur noch mit Handgepäck, es erspart  uns viel Wartezeit an der Kofferausgabe. Außerhalb des Flughafengebäudes suchen wir die Haltestelle für den Airportbus (Flygbussarna genannt). Die Fahrt geht ca. 45 Minuten und endet für uns an den City Terminalen. Dort erwartet uns unser Guide Horst. Das Kennenlernen und Wiedersehen ist lustig für uns drei Mädels, verspricht großartig zu werden. Unser Guide bringt uns zum Counter, wo wir uns ein 72 Stunden Ticket leisten. Mit diesem Biljett, wie Schweden es bezeichnet, können wir uns über die ganze Zeit mit Bussen, Tunnel Bahn und Fähren fortbewegen.
Weiter geht es nun mit der Tunnelbahn und unser Endausstieg ist die Haltestelle ,,ZINKENSDAMM,, Von dort ist nur noch ein Katzensprung zu unserem airB&B Appartment. Horst hat mal im Vorraus schon die Lage gecheckt und sofort sind wir da.

Deutsche Kirche Stockholm

 

In Schweden wurde mittlerweile das komplette Bargeld abgeschafft.

Alles kann nur mit Kreditkarte oder EC- Karte bezahlt werden.

 

Ein Spaziergang mit Blickrichtung Riddarholmen

 

Nach dem Auspacken, beginnt für uns das erste Kennenlernen mit Muse. Wir schlendern auf einem schmalen Weg, man nennt ihn MONTELIUSVÄGEN. Rechts und links von uns explodiert das grün. Herrlich! Hier beginnt gerade der Frühling. Flieder in seiner bombastischsten Pracht berührt unsere Duft Gefühle. So haben wir diese Frühlingsblüte noch niemals empfunden. Ein Stück weiter endlich sichtbar, das Wasser. Unser Blick streift nach links auf die Insel RIDDARHOLMEN ein wahres fotogenes Objekt. Unterhalb von uns liegen zwei Hotelschiffe. Neugierig wie wir sind, würden wir gerne wissen, wer hier so absteigt? Der Weg endet ziemlich genau an einer Schleuse und geht dann zunächst etwas steiler nach unten.

 

Strasse der Wohnung

Hotelschiff Södermalm

Brückengässchen Södermalm

Monteliusvägan

Gamla Stan mit Brücke

 

Erkunde ..Prinz Eugens Waldemarsudde.. auf der Insel Djurgarden

 

Auf der Insel Djurgarden gibt es einige Touristenattraktionen. Du kommst mit der Personenfähre Djurgardsfärjan auf die Insel. Sie verkehrt unter anderem von Slussen, die auch wir gefahren sind. Der Park von Prinz Eugen, ist eine Attraktion davon. Er war ein führender Landschaftsmaler, der sich schon früh für moderne Kunst interessierte. Diese Gartenanlagen sind faszinierend und wir schlendern an Pavillons, Skulpturen und sensationellen Aussichtspunkten auf das Wasser vorbei. Schöner Wohnen & Leben hatte dieser Prinz Eugen schon verstanden. Dann verspüren wir Kaffeedurst ( FIKA nennen die Schweden ihr Kaffeepäuschen) und endlich, ich warte schon lange darauf, darf ich Schwedens Kardamom Schnecken probieren.

Im Park befindet sich auch ein idyllisches Cafe, natürlich mit Schnecken ;). Wir stellen uns an eine Warteschlange des Cafes. Hier holt man sich überall selbst seine Leckerchen. Ganz ohne Gedrängel und murren. Die Schweden beherrschen das perfekt. Wir finden inmitten des saftigen Grüns ein super lauschiges Plätzchen. Das Cafe nennt sich EKTORPET.

Der Weg zurück bringt uns an einem kleinen Yachthafen vorbei und wirklich, hier ist alles ruhig und gelassen. Ein cooles Lebensgefühl erfährt man hier in Stockholm.

 

 

Ein Schiffsausflug zur Insel Vaxholm

 

Ein Ausflug mit dem Schiff auf eine der vielen Inseln solltest Du unbedingt machen. Die Fahrt bei kobaltblauem Himmel und Wärme von 25 Grad zur Schären Insel VAXHOLM dauert ca 1 Std.

Hier muss wohl Pipi Langstrumpf zuhause sein. Überall Holzhäuser in den verrücktesten Farben und Formen. Kleine Kuppeln und Veranden verzieren sie. Selbst Hunde bekommen hier eine gemütliche Holzbehausung gebaut. Weiter gibt es verträumte Stege mit kleinen Motorbooten. Hier hat jeder sein eigenes. Verständlich bei so viel Wasser. Wir beschließen jetzt ab s,ofort hier leben zu wollen. ;))

Horst erzählt uns: Vor VAXHOLM wurde eine Wehr Festung im 16. Jahrhundert errichtet, welche vor der Ankunft auf VAXHOLM schon von weitem auffällt. Diese Häuser wurden aus strategischen Gründen absichtlich aus Holz gebaut. Soldaten die zur Verteidigung stationiert wurden sollten verhindern, dass sich keine neue Besiedlung bilden konnte. So brannte der Feind alle Holzhäuser ab und somit zog man weiter. Ein schlaues Völkchen diese Schweden!

 

Fähre nach Vaxholm

 

Besuche GAMLA STAN Stockholms Altstadt

 

Wir laufen durch die hübschen Altstadtgässchen von GAMLA STAN und bewundern rechts und links die dominanten, gut erhaltenen Gebäude. Geschmackvolle Boutiquen, Restaurants und Hotels begegnen uns auf dem Weg. Wir kaufen uns hippe knallbunte Einkaufsnetze aus den 80gern, denn die passen auch noch in ein enges Handgepäck. Plötzlich stehen wir vor der schmalsten Gasse Stockholms, nur 90 cm ist sie breit. Marten Trotziges Gränd wird sie genannt. Sie wurde nach dem deutschen Kaufmann Martin Traubzig benannt. Er wanderte nach Schweden aus und besaß in diesem Viertel einige Häuser.

Ein Stückchen weiter kommen wir direkt zum Marktplatz. Hier ist der Touri hotspot schlechthin. Die Häuserfassaden sind hier äußerst farbenfroh und fotogen. Von einem günstigen Winkel zeigt uns unser Guide noch die deutsche Kirche hier in Gamla Stan, doch kurz zuvor müssen wir noch Stockholms kleinste Skulptur besuchen. Sie befindet sich in einem Hinterhof und wird JÄRNPOJKE ( Eisenjunge) genannt. Ein Brauch ist es ihr über den Kopf zu streicheln, dann kommt man wieder nach Stockholm.

 

Genieße die Idylle von ROSENDALS TRÄDGARD

 

Diese botanische Gartenanlage befindet sich ebenfalls auf der Insel Djurgarden. Diese Oase der Besinnung und Beschaulichkeit, spendet Dir jede Menge Genuss und Entdeckung. Viele Schweden kommen hier raus, um ihren Lunch zu genießen oder als schmucken Treffpunkt für Gespräche zu nutzen. Sehr bemerkenswert ist hier, wieder die Stille wie bei einer Meditation. Es gibt hier eine Bäckerei, ein Cafe, ein Pflanzenverkauf und eine Butik wo man die Köstlichkeiten der Erträge käuflich erstehen kann. Diese schwedische Gartenvereinigung wurde 1861 gegründet und 1982 wurde sie in Form einer Stiftung weiter ausgeübt. Das Ziel ist es, mit biodynamischen Präparaten einen selbst erhaltenen Organismus zu schaffen und der sich nachhaltig regeln kann. Ein Besuch in der Butik wurde uns zum Verhängnis. War nicht anders zu erwarten.

Von Rosendals Trägard führt nun ein Spazierweg zum ROSENDALS SLOTT, das Schloss. Karl XIV. Johan, der Begründer der Bernadotte Dynastie ließ dieses Lustschloss als Sommerschloss für seine Frau Desideria bauen.

Etwas weiter am Fluss entlang, entdecken wir einen kleinen Hundekindergarten. Für alle Schützlinge war an diesem Tag Badetag ;))

 

Besuche die coolsten U- Bahnhaltestellen Stockholms

 

Stockholm besitzt wohl die coolsten und größten Kunstgalerien unter der Erde. Mehr als 90 von 110 U- Bahnbahnhöfe (tunnelbana in schwedisch) sind mit Kunstwerken dekoriert. An den Haltestellen kannst Du Skulpturen, Gemälde und Mosaike aus den 1950er bis 2000er Jahren bewundern. Die interessantesten die wir besucht haben sind: Kungsträgarden, Stadion und T- Centralen.

 

Verpasse auf keinen Fall das ABBA Museum

 

Wer die Musikrichtung der Popgruppe ABBA gerne hört, oder den Songcontest Eurovision Sieg mit dem Titel ,, Waterloo,, 1974 mitverfolgt hat kommt in Stockholm im ABBA Museum absolut auf seine Kosten. Du findest hier eine Sammlung von Erinnerungsstücken, dazu ein Studio und eine Karaoke Bühne mit Tanzfläche. 2013 wurde das Museum eröffnet. Fans können hier den Verlauf der Karriere der 4 Schweden hautnah miterleben. Ausgestellt sind alle Musikinstrumente, Garderoben und Gold- bzw Silber LP ‘s und Musikkassetten. ( Wer das noch kennt 😉

Auch als Wachsfiguren hat man ABBA hier verewigt.

Das Museum befindet sich ebenfalls auf der Insel Djurgarden.

 

 

Zum Schluss ist das Gaumen Highlight nicht zu vergessen:

 

Restaurant BLA DÖRREN

Der beste Platz, um traditonelle schwedische Hausmannskost zu genießen. Die ,,Blaue Tür,, wie man das schmücke Restaurant in deutsch übersetzen würde. Die Atmosphäre ist gemütlich, eingepackt in blauweiß karierte Tischdecken. Vanilleartiges Gewölbe lässt eine alterstypische Tradition erkennen. Freundliche Bediehnung und nach Tipp unseres Guide aßen wir alle Hering gefüllt mit Lachs und dazu Kartollel Stampf mit Preiselbeeren. !!! ,,Panerad Laxfylld Strömmingsfile,,

MEATBALL FACTORY – for the people

Hier in ,,meatballs factory,, bekommst Du wohl die besten Köttbullars ( gesprochen Schöttbullar 😉 )

Die Auswahl macht die Entscheidung verdammt schwierig. Du kannst wählen zwischen, Lachs, Rentier, Rind, Huhn oder vegetarisch. Traditionell dazu Kartoffelpüü mit Preiselbeeren und süß zubereitetem Gurkensalat. Ich sage nur lecker. Und achso…… ich weiß jetzt, wo meine 2 Kilo mehr auf der Waage herkommen. ;)))

Ein Goody zum Dessert

Überall in Stockholm verfolgen Dich wohl die leckersten Kanebullar, oder Zimtschnecken, wie man hier so sagt. Es gibt sie in vielen Variationen. Mit Kardamom, mit Apfel, Blaubeeren und, und, und!

 

Bleibt noch……… Das Geheimnis der ,,unverkrampften,, Schweden aufzuklären

Bei meinen Recherchen bin ich auf das Wort ,,LAGOM,, gestoßen. Das soviel heißt wie, ausreichend, nicht zuviel und nicht zu wenig, oder die perfekte Menge von Genuss, Konsum, oder emotionaler Zuwendung. Ebenso der Code, zusammen ist man weniger alleine. Dazu zählt mehr mentale Gemeinschaft als ausufernde Selbstverwirklichung.

Dieser Schlüssel steht für glückliches Dasein, für Ausgeglichenheit und das Leben einfach fließen zu lassen!

ACH SO, SO EINFACH IST DAS!!!

 

INFOBOX:

  • Flüge buchen unter Lufthansa.de. Wir haben 205,00 Euro pro Person gezahlt. Früh buchen lohnt sich hier!
  • Unterkunft Airbnb bei Lisa in Södermalm: Pro Person haben wir 159,00 Euro für 3 Nächte gezahlt. Eine Wohnung mit 2 Schlafräumen und einer kleinen Küchennische. Das Highlight war die sensationelle Dachterrasse.
  • Ausserhalb vom Flughafen Arlanda gibt es die Bushaltestelle für den Airportbus (Flygbussarna). Die Fahrt zur Innenstadt nach Stockholm dauert ca 45 Minuten. Abfahrtzeit alle 10 Minuten. Fahrtkosten one way 99 SEK.
  • Das 72 Stunden City Biljett kostet 250 Schwedische Kronen, pro Person (ca 25 Euro) und Du hast die Möglichkeit in dieser Zeit mit allen Bussen, Tunnel Bahn, sowie mit Fähren Dich fortzubewegen. Unser Bahnhof hieß City Terminalen und ist der Central Bahnhof.
  • Öffnungszeiten ABBA Museum: Täglich 9.00- 19.00 Uhr. Eintrittspreise ABBA Museum: 250 SWK für Erwachsene, Kinder zahlen 95,00 SWK.
  • Restaurant BLA DÖRREN, Södermalmstorg 6, 11645 Stockholm Schweden.
  • MEATBALLS for the people (die leckersten Köttbullars) der Stadt. Nytorgsgatan 30, 11640 Stockholm.