Da oben hat es jemand gut mit uns gemeint und hat den schönsten Blau-Farb-Register für den heutigen Himmel ausgesucht. Toll! Dazu verspricht es auch angenehm heiß zu werden. Jetzt ist es noch früh und die Luft spendet noch auszuhaltende Kühle. Das passt prima, denn wir haben vor, einen Tag durch eine Baden – Württembergische Stadt zu stöbern.

Hommage an Picasso vom Künstler Jürgen Goertz


Rastatt 

Rastatt kannte ich bisher nur als ein Vorbeibrausendes ,,istsowiesonichtschön,, Städtchen, oder wenn eine Urlaubsreise gen Süden mit dem Auto geplant war. Daher hatte ich die Strecke auf der A5 in diese Richtung also auch nie sonderlich beachtet. Um es sich ungefähr vorstellen zu können, Rastatt befindet sich auf der Strecke ziemlich mittig zwischen Karlsruhe und Baden-Baden.

In einem Youth City Guide, den ich im Internet fand und den eine 10. Schulklasse des Ludwig-Wilhelm-Gymnasiums in Rastatt entwickelt hatte, wurde mir der Mund über dieses süße Domizil sehr wässrig gemacht.

,,Do you want to have a lot of fun in Rastatt or an unforgettable experience? Look at our Guide board, because we have listed the best activities in town only for you,,

Nun, hier gab es nichts mehr zu überlegen und Abmarsch in die Mini Metropole am schönen Oberrhein.

Altes Stadttor von Rastatt

Nach nur 90 Minuten Fahrtzeit landen wir an der Ortseinfahrt, die sehr ländlich und überschaubar wirkt. Da Rastatt sehr gut beschildert ist, finden wir auf Anhieb einen perfekten Parkplatz, unmittelbar vor der barocken Residenz, dem > Barockschloss von Rastatt < Nach der Einpark Zeremonie renne ich umher und suche wie wild einen Ticket Automaten. Ein netter Schwabe entschärft die Situation und unterbreitet........Das Parken ist sonntags kostenlos. Ja genial! [/av_textblock] [/av_one_full] [av_one_full first min_height='' vertical_alignment='' space='' custom_margin='' margin='0px' padding='0px' border='' border_color='' radius='0px' background_color='' src='' background_position='top left' background_repeat='no-repeat' animation='' mobile_display=''] [av_heading heading='Zunächst etwas Geschichtliches des barocken Städtchens' tag='h2' style='' size='' subheading_active='' subheading_size='15' padding='10' color='' custom_font=''][/av_heading] [/av_one_full] [av_one_full first min_height='' vertical_alignment='' space='' custom_margin='' margin='0px' padding='0px' border='' border_color='' radius='0px' background_color='' src='' background_position='top left' background_repeat='no-repeat' animation='' mobile_display=''] [av_textblock size='' font_color='' color=''] Rastatt hat das Glück und liegt gleich an zwei Flussufern. Am Rhein und an der romantischen Murg. Ich finde, Flüsse bringen immer tolles Leben und besondere Frische in eine Stadt. Die Region umfasst ca 60 km2 und eine Einwohnerzahl von etwa 50.000 und glänzt obendrein mit einer historischen Vergangenheit.

Wir beginnen unsere Erkundung direkt am alten Stadttor von Rastatt. Weiter führt uns der Spaziergang an einem der schönsten Barockschlösser Deutschlands vorbei. Es bewacht durch seinen vorgelagerten Sitz das Stadtzentrum. Vorbild für den Bau war das Schloss von Versailles.

Zum Beginn des frühen 18. Jahrhunderts wurde diese strahlenförmige Anlage gebaut, diese auch leicht erhöht über der Stadt thront. Bauherr war Markgraf Ludwig Wilhelm von Baden-Baden, den man auch den ,,Türkenlouis,, nannte. Die kostbar ausgestatteten Prunkräume geben Einblick in das absolutistische Leben des Herschers.

Warum dieser Baulöwe und Herr des Schlosses wohl Türkenlouis genannt wurde, werde ich noch einmal etwas genauer erforschen.

Beeindruckt vom Lustwandelgarten, lassen wir uns treiben. Dieser Garten wurde in seiner Aufteilung in rechteckige Feldern gestaltet. Die Details darin erinnern an einen französischen Barockgarten. Wir bummeln etwas um zu fotografieren und mittlerweile befinden wir uns in der Mittagshitze.

Der Weg führt weiter zur Innenstadt auf den Marktplatz. Hier entdecken wir schon von weitem einen Brunnen zum Abkühlen. Schwupp, die Arme hängen schon drin. Dieser nennt sich >Alexisbrunnen< und diente den Raststättern als Schutzsymbol, da die Stadt 1728 von einem tückischen Erdbeben heimgesucht wurde.

So langsam fängt unser Magen an zu grummeln und wir überlegen, wo wir am liebsten einen Happen zu uns nehmen wollen. Unser Blick schweift aber zuerst noch auf die architektonisch ansprechende >St Alexander Kirche<. 1756 wurde nach langer Planung diese katholische Kirche errichtet. Am eindrucksvollsten zeigt sich die Fassade im Eingangsbereich. Sie ist aus rotem Sandstein gearbeitet. Die Fenster zeigen eine eher strenge Bauform.

Vier große Heiligenfiguren, hübschen die Fassade auf.

1. Donatus als Beschützer vor Gewittern

2. Karl Borromäus (hatte ich bis jetz noch nie gehört) gegen die Pest

3. Antonius von Padua gegen Überschwemmung

4. Als letztes der Heilige Florian gegen Feuer.

Des Weiteren wirkt die Innenstadt von Rastatt sehr aufgeräumt, strukturiert und sauber. Dazu zählt ebenso die kultivierte Botanik rund um das Schloss, aber auch die Innenstadt boomt mit bunt blühenden und duftenden Körben und altem Baumbestand der vom Feinsten thront.

Street art in Rastatt

Ein wirklich schöner Kontrast zur barocken Szene von Rastatt ist die Street Art der Stadt. Nichtsahnend flaniert man hier umher und plötzlich entdeckt man Stromkästen, Kirchenfassaden die mit kreativen und originellen Objekten versehen wurden und einen Balkon auf dem eine Kuh Gras zum verschmausen sucht. Der Barock hat sich hier sehr mutig an moderne Kunst angenähert.

Um nur einige Künstler zu nennen: Karolina Maria Godles, die einen zauberhaften Engel an die Kirchenmauer kreiert hat. Guillem Vivas, der Dualität in seiner Form – die Zweiheit der materiellen Welt demonstriert. Sowie Patrice Seiler, der mit seinem Kunstwerk eine Botschaft über den Frieden und die Liebe überbringen möchte.

Da unser Magen immer noch grummelt, haben wir nun eine spontane Idee und fahren um unseren Hunger zu stillen nach Baden Baden, welches fast um die Ecke, ungefähr 30 km entfernt liegt.
Doch um es kurz zu machen und eure Neugierde zu stillen, hier noch eine kleine Erläuterung über den Markgrafen Ludwig Wilhelm.
Er wurde am 8. April 1655 sieben Jahre nach Ende des Dreißigjährigen Krieges in Paris geboren und verstarb am 4. Januar 1707 in seinem noch nicht fertiggestellten Schloss in Rastatt. Nach der Schlacht gegen die Franzosen wurde er schwer verwundet und starb an seinen starken Verletzungen.
Die Ehe der Eltern, Ferdinand Maximilian von Bade-Baden und seiner Mutter Ludovica (Louise Christine) von Savoyen-Carignan ging kurz nach seiner Geburt schon in die Brüche, da seine Mutter nicht in das (kalte und neblige Germanien) folgen wollte. Mit gerade 6 Monaten reiste sein Vater alleine mit ihm zurück nach Baden-Baden. Schon mit 19 Jahren bot man ihm einen soldatischen Posten an.
Seinen Spitznamen >Türkenlouis< bekam er zugesprochen, da er sich als Reichsfeldmarschall mit seinen Erfolgen gegen die Osmanen im großen Türkenkrieg bewies. Er besaß einen großen Mut, einen klaren, sicheren Blick im Kampf und war wachsam als Reiter. In seinen 57 Schlachten und Gefechten, wurde er niemals besiegt. Die erfolgreich erbeuteten Schätze der Türkenkriege, befinden sich heute im Karlsruher Schloss und sind dort ausgestellt. Er heiratete die 20 Jahre jüngere Prinzessin Franziska Sibylla Auguste von Sachsen-Lauenburg. Sie wurde am 21. Januar 1675 in Ratzeburg geboren und starb im Alter von 58 Jahren am 10. Juli 1733. Insgesamt gingen aus dieser Ehe neun Kinder hervor, wovon nur drei Kinder nicht älter als 10 Jahre wurden. Das Paar musste somit leider viele Schicksalsschläge verdauen. [/av_textblock] [/av_one_full][av_one_full first min_height='' vertical_alignment='' space='' custom_margin='' margin='0px' padding='0px' border='' border_color='' radius='0px' background_color='' src='' background_position='top left' background_repeat='no-repeat' animation='' mobile_display=''] [av_image src='http://www.reisentutgut.org/wp-content/uploads/2017/02/Schlossarkaden-Rastatt.jpg' attachment='1635' attachment_size='full' align='center' styling='' hover='' link='' target='' caption='' font_size='' appearance='' overlay_opacity='0.4' overlay_color='#000000' overlay_text_color='#ffffff' animation='no-animation'][/av_image] [/av_one_full][av_one_full first min_height='' vertical_alignment='' space='' custom_margin='' margin='0px' padding='0px' border='' border_color='' radius='0px' background_color='' src='' background_position='top left' background_repeat='no-repeat' animation='' mobile_display=''] [av_image src='http://www.reisentutgut.org/wp-content/uploads/2017/02/Schutzpatron-im-Schlosshof-Rastatt.jpg' attachment='1637' attachment_size='full' align='center' styling='' hover='' link='' target='' caption='' font_size='' appearance='' overlay_opacity='0.4' overlay_color='#000000' overlay_text_color='#ffffff' animation='no-animation'][/av_image] [/av_one_full][av_one_full first min_height='' vertical_alignment='' space='' custom_margin='' margin='0px' padding='0px' border='' border_color='' radius='0px' background_color='' src='' background_position='top left' background_repeat='no-repeat' animation='' mobile_display=''] [av_textblock size='' font_color='' color=''] Es ist Wachablösung im Schloss...... Für uns heißt es nun leider Abschied nehmen vom barockigen Rastatt, welches ich so wunderhübsch nicht erwartet hätte. Ich hoffe, dass ich schon einen kleinen Vorgeschmack erwecken konnte. Natürlich mit ausgesuchten und selbstgeknipsten Bildern. [/av_textblock] [/av_one_full][av_one_full first min_height='' vertical_alignment='' space='' custom_margin='' margin='0px' padding='0px' border='' border_color='' radius='0px' background_color='' src='' background_position='top left' background_repeat='no-repeat' animation='' mobile_display=''][/av_one_full] [av_one_full first min_height='' vertical_alignment='' space='' custom_margin='' margin='0px' padding='0px' border='' border_color='' radius='0px' background_color='' src='' background_position='top left' background_repeat='no-repeat' animation='' mobile_display=''] [av_image src='http://www.reisentutgut.org/wp-content/uploads/2017/02/Wachablösung-Schlosshof-Rastatt.jpg' attachment='1649' attachment_size='full' align='center' styling='' hover='' link='' target='' caption='' font_size='' appearance='' overlay_opacity='0.4' overlay_color='#000000' overlay_text_color='#ffffff' animation='no-animation'][/av_image] [/av_one_full][av_one_full first min_height='' vertical_alignment='' space='' custom_margin='' margin='0px' padding='0px' border='' border_color='' radius='0px' background_color='' src='' background_position='top left' background_repeat='no-repeat' animation='' mobile_display=''] [av_heading tag='h3' padding='10' heading='INFO BOX über Rastatt:' color='' style='' custom_font='' size='' subheading_active='' subheading_size='15' custom_class=''][/av_heading] [/av_one_full][av_one_full first min_height='' vertical_alignment='' space='' custom_margin='' margin='0px' padding='0px' border='' border_color='' radius='0px' background_color='' src='' background_position='top left' background_repeat='no-repeat' animation='' mobile_display=''] [av_textblock size='' font_color='' color=''] Unter diesem Tourismusbüro kann man Informationen über Rastatt erfahren.

Es gibt im Residenz-Barock Schloss von Rastatt interessante Führungen zu buchen.

Städte in der nächsten Umgebung sind: Baden-Baden und Karlsruhe