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Portwein, die berümte Kachelkunst (Azulejo) und Pastei de nata (leckere Blätterteigtörtchen mit Puddingfüllung). Diese wundervoll klingenden Wörter, die mir noch etwas unbekannt waren, wollten erkundet werden. Daher musste frischer Wind her und der sollte aus Portugal kommen. Bisher verknüpfte ich Portugal nur mit Massentourismus an der Algarve, doch kennen lernen wollte ich dieses Land der künstlerischen Fassaden und grafischen Motive der Häuser kennen lernen. Geplant wurde von uns ein Roadtrip, der uns 7 Tage durch diese Geheimnisse führen sollte.

Über unsere Kosten werde ich am Ende in der Infobox noch einmal näher darauf eingehen.

Erfahren  haben wir auf unserem Trip, dass Mensch und Tier eine intensive Beziehung im Miteinander leben haben können, dass das fremd-navigieren auf Serpentinen Strassen auch nachts super funktioniert (Danke Boris ;)) und der Portwein Anbau eine Haupt-Investitionsquelle in Portugal ist.

In Frankfurt durften wir zunächst einmal nicht starten, denn Porto meldete 14 Grad an diesem Morgen und starken Nebel. So mussten wir warten, bis die europäische Flugsicherung in Brüssel ihr go dazu gab. Alles in allem waren es dann doch nur 20 Minuten, bis wir nach Porto abdüsen konnten.

Insgesamt haben wir 1500 km  in 7 Tagen zurückgelegt.

 

 

 

PORTO STADT

 

Porto befindet sich in der der nördlichen Region und ist die zweitgrößte Stadt Portugals (238000 Einw.) Manche sagen, sie stehe im Schatten vom schönen Lissabon, doch Portos flüssiges Gold ist der Portwein. Zunächst wirkt die Stadt etwas morbid, aber auch gleichzeitig verspielt. Doch ich persönlich finde, es lohnt sich viel Zeit für Porto zu nehmen, um diese Metropole zu inspizieren. Seit 1996 darf PORTOS Historische Altstadt zum UNESCO Weltkulturerbe gehören. Die bunten Häuserfronten dominieren das steile rechte Mündungsufer des Rio Douro, der von 6 Brücken überspannt ist. Eine davon ist die größte Fachwerk-Hängebrücke (PONTE DOM LUIS), mit dieser sich Gustav Eifel hier verewigt hat. Sie verbindet die Stadtteile Ribeira und Cais de Gaia. Muss man unbedingt mal hin, drüber laufen und die geniale Aussicht von oben bestaunen.
Ein weiterer Anziehungspunkt ist Portos Hauptbahnhof (PORTO SAO BENTO), der berechtigt und frech seine tollen Kachelbilder zeigt.
UNBEDINGT, sollte auch noch eine Besuch einer der vielen Portweinkellereinen auf eurer Liste stehen und natürlich ein anschließendes Tasting.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

DAS DOUROTAL

 

Gleich hinter Porto beginnt das Dourotal. Die Weiterfahrt geht über die steile ,,Rota do Romanico,, eine steile Serpentinenstrasse durch das angrenzende Dourotal nach Lamego. (Was mein umgestülpter Magen bestätigen kann) Die Landschaft wirkt sehr idyllisch und die terrassenartig angelegten Schieferhänge umschmiegen den Douro. Die Gegend ist sehr vielfältig und immer wieder wechseln wir über Brücken die Uferseite des Flusses, an der wir entlangfahren. Alles wirkt sehr mediteran und selbst der Farn wächst hier oben wie irre. Woraus man schließen kann, durch nächtlichen Nebel, ist die Luftfeuchtigkeit hier sehr hoch.

 

 

 

(Entfernung Porto Richtung Lamego 130km)

 

 

LAMEGO

 

Lamego ist ein Wallfahrtsort und Sitz eines katholischen Bistums. Ebenfalls ist es UNESCO Weltkulturerbe wie Porto. Eine Attraktion hier ist eine Rokokokapelle, (Nossa Senhora dos Remedios) die sich auf einer Anhöhe befindet. Wer genug Puste hat, kann eine 613-stufige Doppeltreppe hinaufsteigen.

 

 

(Entfernung Lamego Richtung Coimbra 150km)

 

COIMBRA

 

Coimbra ist die älteste Universitätsstadt in Portugal und besitzt dazu noch ein besonders schönes, romanisches Bauwerk. Die Kathedrale SE VELHA. Ebenfalls sehr sehenswert und ein barockes Prachtstück ist die Bibliothek mit ihren bemalten Decken. Ein lustiger Anziehungspunkt in dieser Kleinstadt sind die grünen, laufenden Ampelmännchen, an der Fußgängerampel.

 

 

 

 

 

(Entfernung Coimbra Richtung Aveiro / Costa Nova 60km)

 

 

AVEIRO

 

Aveiro, dass am Canal Central liegt, nennt man das Venedig Portugals. Bunte Algenfischerboote die man auch (Barcos moliceiros) nennt, schippern Touristen entlang der Lagune von Ufer zu Ufer. Die Boote sehen ein wenig aus wie Venedigs Gondeln.

Ein Katzensprung von Aveiro empfiehlt es sich, COSTA NOVA einen Besuch abzustatten. Ein Meeresbad mit bunt gestreiften Fischerhäusern, das wie ein ganz besonders Outfit wirkt. Allerdings im August zur Hauptferienzeit nicht zu empfehlen. Badenixen strömen in Massen über die Promenade.

Wir suchen das Weite und düsen nach Aveiro, wo wir im Hotel MOLICEIRO ein schönes gemütliches Zimmer buchen.

 

 

 

 

 

 

 

UNBEDINGT beachten: Kein Zimmer zur Hintergasse buchen. Die Clubs und Kneipen schließen morgens um 6.00. Also Nachtruhe geht anders.

 

(Entfernung Aveiro Richtung Lagos 407 km)( Lagos’ Richtung Grandola/Monique Finca 122km)

 

 

LAGOS’

 

Dieser Ritt runter zur Algarve zieht sich wirklich extrem. Am frühen Abend, es dämmerte schon, kommen wir in Lagos’ an und haben immer noch keine Unterkunft gefunden. Es erweist sich als sehr schwierig, denn die Algarve ist zur Hauptferienzeit vollends ausgebucht. Über booking.com versuche ich ein Hotelzimmer zu buchen. Vergeblich! Wir fahren direkt zum Hotel um persönlich nachzufragen. Es wurde uns beim 3. Anlauf ein Kellerzimmer mit Minibad angeboten. 130 Euro! Na super!!!

Wir flüchten und entscheiden uns am Strand im Auto zu schlafen. Kann ja sehr abenteuerlich sein. Entschließen uns aber dann doch weiterzufahren, denn plötzlich haben wir einen Heimnavigator… Danke Boris!! Er checkte für uns eine tolle Finca VINHA DO GAIO. Sie befindet sich in Monique. Wir checken dort um 22.00 ein und dürfen auch zwei Nächte bleiben. Dieses Schmuckstückchen befindet sich mitten in duftendem Rosmarin und Thymianhecken mit einem herrlichen Ausblick über das Gebiet. GEHEIMTIPP!

 

 

 

 

 

 

Auf dem Gelände der Finca geht es sehr ländlich zu. Mensch und Tier sagen sich hier GUTE NACHT. Das Besitzer Ehepaar lebt hier mit einem Esel Pärchen Emma und Jeronimo, Schafen, Ziegen, einem Hund Luna und Katzen ganz eng zusammen. Lebensmittel, die hier regional gedeihen können werden hier angebaut.

 

Von ,,Jeronimo,, haben wir uns persönlich vor unserer Weiterfahrt verabschiedet. So ein süßer Kerl ;)))

 

( Entfernung Grandola Ferry Richtunf Almada 111km)

 

In Grandola müssen wir auf die Fähre um überzusetzen.

 

 

In CARVAHAL Richtung Lissabon, machten wir einen kurzen Coffe Stop. Wir aßen leckere Pastel de Nada ( mit Kokos und Marzipan) mein Driver besorgte uns noch für unterwegs Meat Croquettes und Shrimps Croquettes. Besonders sehenswert hier am outlook: Störche, die hier auf jeder Strassenlaterne ein Nest gebaut haben.

 

 

 

ALMADA

 

Wir sind angekommen. Von hier aus sind es nur noch 14 km bis LISSABON Stadt.

 

LISSABON

 

Lissabon ist eine verrückte Stadt gerade richtig für Gypsies, mit vielen dazu passenden Viertel. Da uns nur genau 1,5 Tage zum Sightseeing bleiben, entschließen wir uns für ein Turbo Programm. Lissabon hat ca 505.000 Einwohner und liegt an der Flussmündung des Tejo. An allen Ecken hast Du die Möglichkeit ein Tuk Tuk zu mieten, welches Dich, mit einem exzellenten Stadführer durch Lissabon im Schnelldurchlauf kutschiert. Dauer etwa 2 Stunden für 80 Euro. Zwar etwas teuer, erscheint uns aber sinnvoll, bei wenig Zeit um soviel wie möglich zu sehen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ein kunstvoll gestalteter Aufzug (ELEVADOR SANTA JUSTA)mitten in Lissabon, der die Stadtteile Baixa mit Chiado und Bairro Alto verbindet, ist als wunderbares Eisenwunder zu bestaunen. Der Turm ragt 45 Meter in die Höhe und ziert sich im gotischen Stil. Die Altstadt besticht auch hier, durch ihre Fliesenfassaden und ihre  mittelalterlichen  engen Gassen. Teilweise halten wir echt die Luft an…. ob das Tuk Tuk hier hindurch passt. Es passte!!! Denn Miguel unser Driver kannte sich ja aus ;)))

 

Eine weitere interessante Tour ist ein Spaziergang am Tejo von ca 1,5 Stunden. Man beginnt am Torre de BELEM, der seit 1983 ebenfalls zum UNESCO Weltkulturerbe gehört. Der Weg führt weiter zum PADRAO DOS DESCOBRIMENTOS. Das Denkmal der Entdeckungen von Portugal. Es zeigt 33 wichtige Persönlichkeiten des Mittelalters.

 

 

 

 

 

Ein weiterer futuristischer Bau hier am Tejo Ufer ist das MAAT. Das Museum für Art, Architektur und Technologie. Geöffnet wurde es 2016.

Das Highlight am Ende der Excursion ist die Brücke PONTE 25 DE ABRIL. Die Länge beträgt 2200Meter und verbindet die Stadtteile Alcantara und Almada.

 

 

 

(Entfernung Lissabon Richtung Ericeira 53 km)

 

ERICEIRA

 

Am Ende unserer Portugal Reise, inspizieren wir noch einmal kurz die Westküste. Ericeira liegt etwa 35 Kilometer hinter Lissabon. Dieser charmante Fischerort hat weitaus mehr zu bieten. Steilküsten mit tosender Brandung, atemberaubende Surf Strände locken hier das ganze Jahr Surfer an diese Küste. Das Örtchen selbst besitzt Bars, Cafes und gemütliche Restaurants und ist im Sommer ein beliebtes Reiseziel.

 

 

 

FAZIT unseres Roadtrips durch Portugal

Portugal ist ein sehr gastfreundliches Land und wir wurden in Hotels, Ferienwohnungen und Restaurants immer herzlich empfangen. Allerdings haben viele Portugiesen zur Zeit der Finanzkrise, ihre ohnehin schon ärmliche Existenz verloren. Davor haben unzählige ganz große Angst, das nochmals erleben zu müssen. Ich hoffe, dass der Tourismus für Portugal sauber und fair verläuft und viele ihre Jobs weiter führen können und niemals ihre Herzlichkeit verlieren, die kaum zu übertrumpfen ist. Wir kommen sehr gerne wieder.

ADEUS!  Nach Portugal und DANKE liebe Foxy, dass Du uns sicher über die Piste gelenkt hast!

 

INFOBOX:

 

  • Flüge haben wir auf der Seite Lufthansa.com gebucht. Preis pro Person 310 Euro.
  • Unsere Unterkünfte vor der Reise wurden alle bei Airbnb gebucht.
  • Lissabon für 2 Übernachtungen 181,65 Euro
  • Porto für 2 Übernachtungen 157,00 Euro
  • Einen Mietwagen haben wir ebenfalls vor der Reise in Deutschland bei SIXT gebucht. Preis für 7 Tage 315,00 Euro